blende-ii

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Ein astronomisches Teleskop besteht aus mehr als nur aus Linsen und Spiegel. Nicht nur diese machen die optische Leistungsfähigkeit eines Fernrohres aus. Besonders bei der Benutzung astronomischer Teleskope ist darauf zu achten, daß kein Fremdlicht, z.B. reflektiertes Licht von den Tubusinnenwänden oder Streulicht des Himmelhintergrundes, auf den Empfänger (z.B. Auge des Beobachters oder fotografisches Material) in der Fokalfläche trifft. Denn dieses Fremdlicht stört die Abbildungsqualität eines Teleskopes mehr als man im Allgemeinen annimmt !

Besonders Teleskope, bei denen man zur Beobachtung ,,durch'' den Tubus blickt, wie z.B. bei Linsenteleskopen (Refraktoren) oder Zwei-Spiegel-Teleskopen (Reflektoren) nach Cassegrain, Schmidt-Cassegrain oder die in professionellen Observatorien eingesetzten Ritchey-Chrétien-Teleskopen, sind besonders anfällig für Streulicht. Hier blickt man ja direkt auf den Himmel - und dessen Streulicht.

In der Vergangenheit hat es viele Ansätze gegeben, Berechnungen für Blendensysteme in Zwei-Spiegel-Teleskopen zu entwickeln. Einige basierten auf graphischen Verfahren, bei denen der Strahlenverlauf im Teleskop zeichnerisch dargestellt werden mußte, andere auf sehr komplizierte mathematische Berechnungen, die ohne ein Studium der geometrischen Optik zumindest für den ambitionierten Amateur kaum nachzuvollziehen waren.

Auch Computerprogramme kamen auf den Markt, die aber hinsichtlich Genauigkeit, Praxisorientierung und Bedienungskomfort im Allgemeinen sehr zu wünschen übrig liessen. Noch heute werden selbst bei kommerziell angebotenen Teleskopen (genannt seien hier die wohl bekannten Schmidt-Cassegrains amerikanischer Herkunft ...) z.T. die Blenden nur marginal nach graphischen Verfahren (am Computer) ,,berechnet'' und konstruiert.

Das vorliegende Programm BLENDE-II soll dem Abhilfe schaffen. Es ist speziell für Zwei-Spiegel-Systeme nach Cassegrain und Ritchey-Chretien entwickelt worden und basiert auf neueste mathematische Verfahren zur Strahlenberechnung in Teleskopen. Die Blenden werden nicht mehr nach rudimentären, graphischen Verfahren ermittelt, sondern über die Berechnung der eigentlichen Störlichtkegel, die durch die Blenden vermieden werden sollen. Somit bietet dieses Programm eine hohe Präzision und praxisgerechte Konstruktionsdaten. Besonders im Vordergrund steht jedoch die ,,kinderleichte'' Bedienung des Programms.

Für Richtigkeit der Berechnungen und Fehlerfreiheit der Applikation kann aus rechtlichen Gründen leider keine Garantie übernommen werden.

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